Zuerst bin ich kein Freund von Sensoren reinigen, diese können zwar noch funktionieren aber werden mit der Zeit träge.
Diesen sollten immer erneuert werden, damit die Fehlerquelle einkreisen kannst.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt ein kombiniertes Problem aus der elektrischen Anlage und der Gemisch- bzw. Druckregelung vor.
Bei Dieselmotoren unterscheidet eine Mengenkorrektur der Injektoren für den stabilen Motorlauf.
Folgende Punkte sollten als Nächstes geprüfen werden:
Elektrik und Massepunkte (wegen Blinker/Scheibenwischer)
Bei instabiler Spannungsversorgung können Steuergeräte oder Sensoren fehlerhafte Signale liefern.
Das Steuergerät versucht dann kontinuierlich, die Abweichungen zu kompensieren, was zu Schwankungen führt.
Massepunkte prüfen:
Lasse alle Hauptmassepunkte im Motorraum (Karosserie zu Motor/Getriebe, unter der Batterie) reinigen und mit Fett versorgen.
Freilauf der Lichtmaschine:
Ein blockierter Freilauf kann beim Abbremsen – beispielsweise an einer Ampel – eine starke mechanische Bremswirkung auf den Motor ausüben,
wodurch die Drehzahl auf ca. 550 U/min absinken kann.
Live-Datenaufzeichnung (Raildruck und Injektoren):
Führe eine Diagnose durch lasse während des unruhigen Leerlaufs folgende Parameter protokollieren:
Soll- und Ist-Raildruck:
Schwankt der Ist-Wert stark um den Sollwert, deutet dies auf einen trägen oder defekten Raildrucksensor (am langen Railrohr montiert) hin.
Dies kann das unruhige Laufverhalten ohne Fehlercode erklären.
Einspritzmengenabweichung (Mengenkorrektur) aller Zylinder:
Selbst bei einem neuen Injektor Nr. 3 kann eine zu hohe Rücklaufmenge der übrigen Zylinder nach einer Standzeit von 3–4 Stunden im warmen Zustand zu einem Druckabfall führen – dies erklärt das verlängerte Startverhalten im warmen Zustand.
Ansaugleckage (temperaturabhängig):
Eine Verbesserung im warmen Zustand deutet häufig auf eine Dichtung hin, die sich bei Erwärmung ausdehnt und dadurch abdichtet.
Beim Insignia kommt es häufig zu Rissen am dicken Ladeluftschlauch (vorne links).
Auch die Dichtungen der Ansaugbrücke oder Haarrisse am Kunststoffgehäuse des AGR-Kühlers können zu Falschluft führen.
Empfehlenswert ist eine Druckprüfung des Systems mit einer Nebelmaschine.
Kurbelwellensensor prüfen:
Dieser erfasst die Drehzahl.
Im Laufe der Jahre können sich feine Metallspäne (Abrieb von Kupplung/Zweimassenschwungrad) am Magneten ablagern.
Dies führt zu ungenauen Signalen und fehlerhaften Steuerungsabläufen ohne sofortige Fehlercode-Speicherung – passend zu gelegentlichen Startproblemen („Orgeln“).